Balkan-Motorradtour Day 5 / 2022




07:00 Der Wecker rasselt. Das Wetter ist heute sensationell. Stahlblauer Himmel, mal da mal dort ein sterbendes Wölkchen. Frühstück gibt es nicht, also erst mal los. 

8:30 Abfahrt. Wir unterhalten uns noch mit der Hotelmanagerin und die meinte erst es Regnet. Nachdem ich sie etwas schief angeschaut habe meinte sie dann nach kurzem Blick auf das Handy, ah nein, doch nicht. Na also, geht doch.




Wir kommen in den Lovcen Nationalpark. Das ist wirklich ein Naturschauspiel vom allerfeinsten. Eine unwirkliche Kulisse, als hätte man die dort hingebaut. Wir machen Fotos und Marc lässt die Drohne steigen, um das Mausoleum zu filmen. Es geht gefühlte 10 Sekunden, bis der Kassenwart, der 5 Euro Eintritt will, das merkt und sich lautstark zu Wort meldet. Also runter mit der Drohne. Die Bilder sind im Kasten, denkste. Marc hat vergessen den Memory Stick in die Drohne einzusetzen. Na wer nen klaren Kopf hat ist krass im Vorteil. Aber egal. 




Wir kommen in Richtung Kotor. Die Serpentinen dort heissen Ladder of Kotor. Und die habens faustdick hinter den Ohren. Schmal, kurvig, sandig, begrenzt durch Steine links und Felsformationen rechts und die gefährlichen Touristen mit den Fotoapparaten um den Hals.





Wir kommen nach Kotor und natürlich hatten wir bis um 10:30 kein Frühstück. Also erst mal rein in das nächste Restaurant und erst mal Griechischen Salat bestellen. Danach machen wir eine NICHT geführte Altstadtbesichtigung. Eine reine Empfehlung dieses Kotor. Sehr gut gepflegt und gut erhalten. Im Hafen liegt ein Kreuzfahrtschiff. Erkennt man übrigens an der Tatsache, dass dieser herrlich umweltverpestende Schwerölduft in der Nase liegt oder aber auch daran, dass in der Stadt Lemminge den Fähnchen nachrennen. Jedem das seine.



Die Bucht von Kotor ist ein Gedicht. Das erkennt man nicht nur von oben sondern auch wenn man an ihr entlangfährt. In Risan biegen wir ab und fahren in die Serpentinen von Risan. Asphalt kann man das nicht nennen, aber es hat seinen Reiz, wenn man nicht weiss, was einen erwartet. Nach einer kurzen Offroadeinlage sind wir wieder auf der Höhenstrasse.



Das nächste Highlight ist die Tara Schlucht resp. die Tara Brücke. Die wurde 1939 - 1940 gebaut und schmiegt sich halb unauffällig aber trotzdem imposant in die Landschaft hinein.


Ach und fast hätt ich's vergessen. Marc's Benzinanzeige zeigt nahe NULL Kilometer an. Komisch, solche Kapriolen waren sonst Morini vorbehalten. Also ab zur nächsten Tanke. Die soll 30 Kilometer entfernt sein. Von Benzin sparen will Marc nichts wissen und gibt berghoch Gummi, als gäbts kein Morgen resp. keine Tankanzeige mehr. Thema Tanken, schaut euch mal die Preise in Euro an:




Ach ja, und fast hätt ich's vergessen. Wir befinden uns natürlich unlängst im Durmitor Nationalpark, wo wir Hollywood-reife Drohnenaufnahmen machen, wir wir gekonnt einer Strasse entlang fahren. Sollte dies dann im späteren Video spektakulär aussehen, dann muss ich euch sagen, dass wir mit 40 km/h der Strasse entlang krochen. Aber eben, die Technik machts möglich.

Wir landen also im Skigebiet in einem Hotel in Savin Kuk. Das Essen ist lecker das Zimmer ist sch..... Fast nichts funktioniert, nur etwa zu 50%. Samba erzählt irgendwas von einem Film namens Shining. Na davon will ich nichts mehr wissen, sonst schläfts dann nicht mehr so gut. Gut heisst unser Hotel nicht Overlook Hotel.

So, morgen gehts nach Mostar. Das Luxushotel für 80 Euro war eine sogenannte Frustbuchung von Marc. Man möge es ihm verzeihen. Natürlich werden wir die Brücke von Mostar besuchen.

Aber dazu morgen mehr.

Spicki


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