Balkan-Motorradtour Day 4 / 2022
07:00 Kukes. Der Tag beginnt. Die Sonne scheint durch die Vorhänge hindurch und will uns sagen: hey um 09:00 regnet es und um 11:00 noch viel mehr. Ok, beides hat gestimmt an diesem Tag aber irgendwie war das dann doch auch egal.
Also erst mal Frühstück mit Omeletts und Cappucchino. Das passt ganz gut. Der Tag fängt entspannt an und klar fängt es auch zu regnen an. Jetzt bloss nicht nervös werden. Die Natur hatte noch nie was übrig für wasserscheue Biker.
Packen, rauf auf die Maschinen. Wasserdicht eingepackt und los geht es in Richtung Koman Stausee resp. werden wir eine notwendige Abkürzung nehmen. Ja, es regnet aber wir fahren entspannt den Bergen entgegen. Dann die ersten Kurven und ja, es hat geregnet aus Kübeln. Sehr schnell merken wir dass die Strassen übersäht sind mit Schlamm, Dreck und Sand. Das ist kombiniert mit nassen Strassen etwas sagen wir mal tricky. Ab und an muss man einen kleinen Rutscher in Kauf nehmen. Aber was Kurveneingangs noch gut aussieht kann ende der Kurve mit abgebrochenen Felsbrocken quittiert werden. Also immer schön achtsam sein.
Der Regen kommt und geht und kommt und geht. Irgendwie ist das inzwischen egal geworden. Das Naturspektakel ist unbezahlbar. Wir kommen an Bienenstöcken vorbei, an Bauern, die alte Alubüchsen auf die Strasse legen damit die Autos sie plattwalzen und ab und zu hat man das Gefühl, dass hier in Albanien die Autoprüfung zu Weihnachten geschenkt wird. Aber auch mit dem können wir leben. Und dann war noch diese kleine Pause an der Tanke, die lange keine mehr ist. Also Gebäude die nicht mehr gebraucht werden bleiben einfach solange stehen bis sie dann nicht mehr stehen. Etwas speziell aber auch das kann eine Lösung sein.
Wir tanken. Und irgendwie waren 3 Euro Trinkgeld wohl etwas gar zu viel. Aber ich denke, die Freude wars allemal wert.
Wir kommen am Rozafa Castle vorbei wo wir halt machen. Recht imposant das Ding. Wir gehen hoch und machen ein paar tolle Bilder und natürlich in der Hoffnung, etwas essen zu können. Und siehe da, ein kleines Kaffee bietet etwas zu futtern an, was wir dankend annehmen.
Dann kommen wir an die Grenze zwischen Albanien und Montenegro. Kolonnnen von Lastwagen und Autos. Ein netter Herr mit Badge um den Hals rief uns zu"don't stop go ahead". Na klar, wieso denn nicht. Und so fahren mit zur Montenegrischen Grenze vor. Und da wiederum stand ein Zollbeamter der meinte, this is not correct. Ich erklärte ihm dass sein Kollege uns freundlicherweise vorbat. Doch inzwischen bin ich mit nicht mehr so sicher, ob sein albanischer Kumpel auch wirklich sein Kollege war. Aber er winkte ab und meinte, wir sollen die Ausweise parat halten. Alles gut also.
Schlussfazit Albanien: Super nette Leute, überall wird einem geholfen und cash is king. Kreditkarte ist vermutlich noch nicht erfunden worden.
In Montenegro angekommen regnet es unentwegt. Wir finden eine Unterkunft in Cetnje und sogar in der Taverne etwas zu Essen. Nach ein paar Bier finden wir das Hotel wieder und somit ist der Tag vollbracht. Morgen geht es nach Kotor. Natürlich muss man die Altstadt gesehen haben. Aber dazu morgen noch mehr.
Spicki


Tolle Berichte Spicki, weiterhin gute Fahrt und besseres Wetter, lg Andy Plüss 🙋♂️
AntwortenLöschenMerci Andy
LöschenHi René. Macht einfach Freude deine Kommentare zu lesen und mit den Fotos stärkt man das Vorstellungsvermögen. Schade das das Wetter nicht so mitspielt, etwas schöner wäre eben schon auch schöner, wer kennt das nicht. ich lese weiter. Gruss an Dich und deine Kumpels und allzeit gute Fahrt.
AntwortenLöschenMach ich gerne Ueli
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